TH_Gefahrgut: Illegal entsorgte Kanister

Datum: 26. November 2020 
Alarmzeit: 12:23 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Dauer: 3 Stunden 13 Minuten 
Art: TH_Gefahrgut  
Einsatzort: Eilsum 
Fahrzeuge: GW-ÖL 20-59-1 , MTF 20-17-21 , Boot 20-77-1 , HLF 20-48-1  
Weitere Kräfte: FF Krummhörn Ost, FF Pewsum-Woltzeten, FF Sandhorst, FF Visquad, Polizei, UWB 


Einsatzbericht:

Illegal entsorgte Kanister haben in der Straße „Im Wolder“ in der Krummhörner Ortschaft Eilsum am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Ein Landwirt hatte zuvor sechs Kanister im Bereich eines Grabens entdeckt und daraufhin die Untere Wasserbehörde informiert. Der Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Aurich bemerkte beim Öffnen eines Kanisters ein ungewöhnliches Geräusch, welches sich wie eine ablaufende chemische Reaktion im Inneren des Kanisters anhörte. Daraufhin begab er sich in sichere Entfernung  und zog die Feuerwehr hinzu. 

Die Leitstelle Ostfriesland alarmierte dann gegen 12:30 Uhr die Krummhörner Ortsfeuerwehren Krummhörn-Ost, Krummhörn-Nord, Visquard und Pewsum-Woltzeten sowie den Gerätewagen-Gefahrgut, welcher bei der Ortsfeuerwehr Sandhorst stationiert ist und den Rüstwagen-Kran des Landkreises Aurich aus Norden.

Da Teile des Stoffes bereits in das Gewässer gelangt waren, legten die Einsatzkräfte der Krummhörner Feuerwehr zunächst Ölsperren aus, um eine weitere Ausbreitung des Stoffes zu verhindern. Des Weiteren wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt.

Ein Großteil der Einsatzkräfte konnte die Einsatzstelle bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Da es sich bei den aufgefundenen Kanistern um einen unklaren Inhalt handelte, ist der gesamte Gefahrgutzug der Feuerwehr Sandhorst nachalarmiert worden. Die Spezialkräfte des Gefahrgutzuges gingen unter einem leichten Chemikalienschutzanzug und Atemschutzgerät vor und entnahmen Proben des Inhalts der Kanister. Im Anschluss sind die Kanister in zwei Überfässern durch die Spezialkräfte gesichert worden. Der Bauhof der Gemeinde Krummhörn transportierte die Überfässer anschließend ab.

Die Feuerwehr war zeitweise mit 55 Einsatzkräften im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Aurich, die Polizei, der Entwässerungsverband sowie der Bauhof der Gemeinde Krummhörn am Einsatzort. Nach drei Stunden konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden.