Gemeinde_Einsatzalarm: Großeinsatz der Krummhörner Feuerwehren an der Deichlinie

Datum: 15. Januar 2019 
Alarmzeit: 8:00 Uhr 
Alarmierungsart: DME, Gemeindealarm 
Dauer: 4 Stunden 52 Minuten 
Art: Großschadenslage_Gemeindealarm  
Einsatzort: Deichlinie Krummhörn 
Fahrzeuge: MLF 20-42-1 , LF8 20-43-1 , TSF 20-40-1 , GW-ÖL 20-59-1 , MTF 20-17-1 , MTF 20-17-21  
Weitere Kräfte: FF Canum/Freepsum, FF Krummhörn Ost, FF Krummhörn Süd, FF Krummhörn West, FF Pewsum-Woltzeten, FF Visquad 


Einsatzbericht:

Ein Großeinsatz beschäftigte alle Krummhörner Feuerwehren am Dienstag, den 15. Januar 2019. Infolge der verloren gegangenen Container des havarierten Containerschiffs  ist an der Deichlinie Krummhörn zahlreicher Müll angespült worden.

Die Führungskräfte der Feuerwehr Krummhörn trafen sich bereits am Samstagmorgen mit Vertretern der Deichacht Krummhörn, die die Feuerwehr um Hilfe bat. Die Führungskräfte fuhren gemeinsam mit den Vertretern der Deichacht Krummhörn die Deichlinie ab, um sich ein genaues Bild von der Lage zu machen. Im Anschluss wurde der Großeinsatz der Krummhörner Feuerwehr geplant.

Am Dienstagmorgen erfolgte dann der Gemeindealarm (dies bedeutet, dass alle Mitglieder der Gemeindefeuerwehr Krummhörn über die digitalen Meldeempfänger alarmiert werden). Nach und nach trafen die Einsatzkräfte am Deich ein. Gegen 08.30 Uhr begannen die Feuerwehrleute dann mit dem Aufsammeln des Mülls. Hierzu wurden durch die Deichacht Krummhörn etliche Müllgreifer und Müllsäcke gestellt.

Die gesamte Krummhörner Deichlinie wurde in sieben Abschnitte aufgeteilt, in denen die Einsatzkräfte dann eingesetzt wurden, um den Deich vom angespülten Müll zu befreien. Im Einsatzverlauf fanden die Krummhörner Feuerwehrleute drei verendete Tiere und kleine Menge an Gefahrgut vor. Das Gefahrgut wurde gesondert der Entsorgung zugeführt.

Gegen Mittag hatten die Einsatzkräfte die gesamte Deichlinie auf einer Länge von 23km vom angespülten Müll befreit. Insgesamt wurden etwa 35 Kubikmeter Müll von den Einsatzkräften eingesammelt. Mitarbeiter der Deichacht übernahmen während des Einsatzes den Abtransport des Mülls zu einem Container. Vermehrt wurden Elektrokerzen, Bleche, Styropor und Dosierpumpen vorgefunden.

Die Feuerwehr Krummhörn-West versorgte alle Beteiligten während des gesamten Großeinsatzes mit Essen sowie Kalt- und Warmgetränken.

Gegen 15 Uhr fand eine Nachbesprechung an der Schleuse Leysiel statt. Die Feuerwehr arbeitete bei diesem Großeinsatz Hand in Hand mit 6 Mitarbeitern der Deichacht zusammen. Die Deichacht war mit drei Fahrzeugen vor Ort eingebunden.

Neben der Krummhörner Feuerwehr, die mit insgesamt 200 Einsatzkräften vor Ort war, unterstützten zwei Ranger des Nationalparks Wattenmeer die Einsatzkräfte. Ebenfalls vor Ort war das Havariekommando.

Text: Kilian Peters
Bilder: Kilian Peter & Waagenar